Erst mal nach Norden . . . In Grenen ist Dänemark zu Ende

Schon mal am Ende der Welt gewesen? Klar, gibt es nicht. Aber man kann ans Ende von Dänemark gehen und dabei noch eine Besonderheit entdecken: Vor Grenen treffen Nordsee und Ostsee zusammen. Und wenn das Wetter mitspielt, kann man es auch in den Wellen und in der Wasserfarbe erkennen.

„Na, wohin fährst Du?“ „Erst mal nach Norden und dann immer geradeaus!“ Das Ziel der Tour kann dann zum Beispiel Dänemark sein, man muss sich aber darauf einrichten, dass nach ungefähr 500 Kilometern die Reise beendet ist, denn nördlich von Grenen ganz in der Nähe der Hafenstadt Frederikshavn geht es nicht weiter, die Straße endet auf einem großen Parkplatz. Wer trotzdem weiterfahren möchte, der muss vom Auto in den „Sandormen“ – den „Wattwurm“ – umsteigen und mit ihm an das Ende von Dänemark fahren. Der Trecker mit seinem großen Passagieranhänger bringt die bequemen Gäste in wenigen Minuten zum Ziel, die Fußgänger machen sich am Strand oder durch die Dünen auf dem Weg, um an das Ende zu kommen.

Dorthin, wo sich Nordsee und Ostsee – genauer Skagerak (Nordsee) und Kattegat (Ostsee) – treffen. Weiter geht es nicht, für Reisende, die es noch weiter nach Norden zieht, bleibt nur der Seeweg vom nahen Frederikshavn und vom etwas weiter südwestlich gelegenen Hafen Hirtshals.

Aber unzählige Menschen sind mit dem Ort, bei dem das Zusammentreffen beider Meere bei passendem Wetter deutlich erkennbar ist, zufrieden. Erkennbar an den Wellen, die aus westlicher Richtung (Nordsee) und aus östlicher Richtung (Ostsee) kommend aufeinandertreffen. Erkennbar auch an der unterschiedlichen Wasserfärbung. Die sieht man besonders dann, wenn man sich in das Wasser begibt und die Füße zeitgleich in Nord- und Ostsee hält.

Nach (oder vor) dem Besuch am Ende von Dänemark lohnt der Besuch der Hafenstadt Frederikshavn, dem größten Fischereihafen Dänemarks und einem der wichtigsten Handelshäfen des Nachbarlandes. Die Stadt, in der die meist gelben Häuser das Bild prägen, bietet viele Einkaufsmöglichkeiten und insbesondere am Hafen interessante gastronomische Betriebe, sie ist aber auch als Kulturstadt und Stadt der Kunst bekannt.

Und die Umgebung in Dänemarks Region Nordjütland lädt ein zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren. Für letztgenannte muss man noch nicht einmal ein eigenes Bike mitbringen, zahlreiche Fahrradvermieter bieten Räder für stunden-, tage- oder wochenweise Anmietung an.

Infos

http://www.visitdenmark.de

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