Wandern unter der Eiger Nordwand

Eine Bergwanderung von Meiringen nach Gsteig bei Gstaad: Wer den Bärentreck in der Schweiz geht, hat nicht nur oft die Eiger Nordwand im Blick, der Weg bietet auch einzigartige Einblicke in die Bergwelt des Berner Oberlandes. Um all das genießen zu können, muss man schon fit sein und Ausdauer haben: Vor den Bergwanderern liegen etwa 14 Wandertage, etwa 200 Kilometer Strecke und weit über 12000 Höhenmeter. Der Bärentrek ist Teil der Via Alpina 1, die als 390 Kilometer lange Route die Schweiz von Ost nach West durchquert. Sie beginnt in Vaduz in Liechtenstein und endet in Montreaux in der Schweiz.

Man benötigt nur wenig. Ein Rucksack mit möglichst leichten (und wetterfesten) Klamotten, solide Bergschuhe und den festen Willen, eine der schönsten Bergwanderungen zu absolvieren, die das Berner Oberland in der Schweiz zu bieten hat: Der Bärentreck führt in mehreren Etappen durch die Bergwelt, die Eiger Nordwand zeigt sich dabei immer wieder, ein Stück des Weges ist sie direkt oberhalb des fast immer sehr gut markierten Wanderweges zu sehen.

Ein schöner Startplatz ist Hasliberg bei Meiringen, von dort gelangt man zu den Reichenbachfällen, den Wasserfällen, an denen der Schriftsteller Conan Doyle beschloss, Sherlock Holmes im Kampf mit Erzfeind Prof. Moriarty in die Fluten abstürzen und sterben zu lassen.

Über die Schwarzwaldalp geht der Weg nach Mürren, von dort lohnt der Abstecher auf den Schilthorn machen. Auch dieser Berg spielte eine Filmrolle: James Bond jagte dort im Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ einen Verbrecher.

Wieder auf dem Bärentrek sind die Gspaltenhornhütte und die Bluemlisalp die Ziele, bevor es über Kandersteg zur Engstligenalp zum Berghaus Iffigenalp geht. Dieses sehenswerte Berghaus präsentiert sich im Stil einer Unterkunft aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Einmal führt der Weg noch zur Geltenhütte bevor er hinab nach Gsteig, dem Zielort des Bärentrek, führt.

Die einzelnen Tagesetappen des Bärentrek sind in fünf- bis achtstündigen Wanderungen mit Streckenlängen zwischen zehn und 25 Kilometern zu schaffen, Übernachtet wurde meist in einfachen Berghütten, in verschiedenen Orten auf der eindrucksvollen Strecke wurde natürlich auch den Komfort der Hotels genutzt, auch die unbedingt wichtigen Ruhetage wurden im Hotel verbracht.

Wer den Bärentreck gehen will, der sollte rechtzeitig planen und die Übernachtungen in den Hütten im Vorwege buchen. Die Hütten sind meist per Mail zu erreichen. Informationen über den Bärentreck gibt es in Wanderführern und im Internet. Wissenswertes über die Region findet man unter www.myjungfrau.ch

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