Inselchen mit Besonderheiten

Auf Nyord gibt es viele Geheimtipps zu entdecken

Das Lotsenwachthaus ist mit einer Ausstellungsfläche von 2 x 2 Metern das kleinste Museum Dänemarks

Wer an die dänische Insel Møn denkt, der hat sofort die gewaltige weiße Kreideküste vor Augen, deren ganze Pracht man eigentlich erst von See her wahrnehmen kann. Møn bietet aber mehr als nur die Mønsklint – so der dänische Name der eindrucksvollen Steilküste. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch von Nyord, dem kleinen Inselchen am nordwestlichen Ende Møns.

Fotofreunde finden unzählige Motive auf Nyord

Mal ganz ehrlich: Vom Namen Nyord habt ihr vermutlich noch nichts gehört? Vermutlich, so schnell werden Geheimtipps ja auch nicht weitergegeben. Gucken wir also mal, wie man Nyord findet: Betrachtet man sich die Karte der dänischen Insel Møn genauer, dann findet man Nyort am nordwestlichen Ende von Møn. Dort liegt das Inselchen, auf dem auch den gleichnamigen Ort entdecken kann. Oder sollte man besser sagen: Mit dem gleichnamigen Museum? Wobei die Einwohner des Dörfchens betonen, Nyord sei kein Museumsdorf, sondern eine lebendige Gemeinschaft.

Auf vier Quadratmetern kann man sich im Nyorder Lotsenwachthaus über die Geschichte der Lotsen informieren

Und die hat einiges zu bieten, zum Beispiel das kleinste Museum Dänemarks: Das winzig kleine Lotsenwachhaus wurde von den Nyordern zum Museum gemacht, in dem auf nur 2 x 2 Metern die Geschichte der Lotsen präsentiert wird.

Die fünfeckige Kirche steht im Zentrum des kleinen Dorfes, das eigentlich fast schon ein Museum ist

Oder die Kirche mit ihren großen Fenstern, durch die man schon Mitte des 19. Jahrhunderts sehen konnte, wer sich den auf dem Weg zum Gottesdienst gemacht hatte. Oder die „Røret“, die als Postboot regelmäßig das Inselchen angelaufen hat, dann aber außer Dienst gestellt wurde und erst vor wenigen Jahren komplett restauriert in den Hafen von Nyord zurückkehrte.

Gemütlich geht es auf Nyord zu

Dann wären da aber auch die Kunsthandwerker, die dafür sorgen, dass viele Besucher in das alte Dorf kommen. Sehenswert sind die „Nyord Udstillingen“ – die Ausstellungen über die Geschichte der Insel, des Dorfes und des Lotsentums, dass einstmals die Haupteinnahmequelle der Menschen von Nyord war.

Ein Genuss der besonderen Art – verfeinert mit Nyorder Senf: Käse, Salat, feinstes Rindfleisch und schmackhafter Kuchen (der allerdings mit Sahne). Die Produkte sind natürlich alle von der Insel

Gleich neben der Udstilling kann man genießen: Im Noorbro Handelen finden Besucher unter anderem eine Senfmühle, in der so manche Köstlichkeit gemahlen wird – Grundlage ist der Nyord Senf, der auf der Insel angebaut und in der Nyord Sennepsmølle verarbeitet  wird. Es gibt in dem sehenswerten Laden aber auch einen ausgesprochen vielseitigen Handel mit feinsten Schnäpschen. Und man kann dort sehr viele schmackhafte Kleinigkeiten im Café essen – natürlich oft verfeinert mit dem echten Nyord Senf, den es in etlichen Geschmacksvariationen gibt.

Genießen in beschaulicher Ruhe: Nyord bietet dazu viele Gelegenheiten

Und wer Nyord und seinen vielen Attraktionen entdeckt hat, der sollte das bloß nicht weitergeben, immerhin in Nyord am nordwestlichen Ende von Møn ja ein echter Geheimtipp. Und der muss ja geheim bleiben. Oder?

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