Die Treppe ins Nichts

Am Dachsteingletscher können ein paar Stufen viel Überwindung bedeuten

Ein beliebtes Fotomotiv: Auf der Treppe ins Nichts entstehen schöne Bilder

Treppen kennt wohl jeder, man weiß, was man mit diesem Begriff verbindet. Man kann sich aber mal etwas genauer mit dem Thema auseinandersetzen, denn es gibt ziemlich ausgefallene Arten, darunter eine, deren Benutzung gute Nerven erfordert. Und die findet man im Dachsteinmassiv.

14 Stufen, die zu gehen für einige Besucher viel Mut erfordern

Vielleicht aber zunächst einmal einer Betrachtung, was eigentlich eine Treppe ist: „Eine Treppe (süddt. und österr. Stiege in geschlossenen Räumen)“, so weiß Wikipedia, „ist ein aus Stufen gebildeter Auf- oder Abgang, der es ermöglicht, Höhenunterschiede bequem und trittsicher zu überwinden. Das Verhältnis von Steigungshöhe zum Auftritt ist das (genormte) Steigungsverhältnis der Treppensteigung.“

Unweit der Bergstation der Dachsteinbahn für die Treppe „ins Nichts“

Also einfacher gesagt: Eine Treppe verbindet zwei unterschiedlich hohe Ebenen miteinander. Ober so: Man nutzt die Treppe, um zum Beispiel vom Erdgeschoss in höhere Etagen zu gelangen. Vielleicht ja auch in den Keller. Dann führen die Stufen eben nach unten. Oder einfach nur ins Nichts. Was soll denn das schon wieder?

„Nervenkitzel mit Aussicht“ hat man auch auf dem Weg zur „Treppe ins Nichts“

Fragen wir doch jetzt einmal die, die genaueres darüber sagen können: „Am Dachstein erwartet dich ein echtes Highlight – 14 schmale Stufen führen dich hinab auf ein Glaspodest in schwindelerregender Höhe. Wer diese Treppe betritt, steht direkt in der Felswand 400 Meter über dem Wandfuß. Wenn du dich auf die „Treppe ins Nichts“ wagst, wird dein Mut schließlich mit einer unglaublichen Rundum-Sicht auf die umliegenden Bergwelten belohnt“, erfährt man in der Urlaubsregion Schladming – Dachstein. Und die Aussicht gibt es sogar senkrecht nach unten, am Ende dieser außergewöhnlichen Konstruktion wartet nämlich eine Glasplatte auf die Treppennutzer, die so ins Nichts blicken können.

Die Hängebrücke wurde 2013 erbaut

Die „Treppe in Nichts“ ist Teil einer 100 Meter langen und nur einen Meter breiten Hängebrücke. Der „Nervenkitzel mit Aussicht“ startet an der Bergstation der Dachstein Gletscherbahn. Ein echter Nervenkitzel, denn den Blick nach unten kann man auch auf der Hängebrücke „genießen“, sie besteht nämlich aus Gitterrosten. Und die machen die Hängebrücke und die Treppe ins Nichts zu einem Abenteuer, die so manchen Besucher davon abschrecken, den „Nervenkitzel mit Aussicht“ auf sich zu nehmen.

Start auf dem Weg zur „Treppe ins Nichts“

Am Ende des „Nervenkitzel mit Aussicht“ wartet übrigens eine weitere Attraktion: Der „Eispalast“ bietet den Gästen eine mystische Welt aus Eis und Schnee im Inneren des Dachsteingletschers. Aber keine Sorgen: Den erreicht man auch, ohne über die Hängebrücke und die „Treppe ins Nichts“ zu gehen. Wobei dieser Weg den Reiz der eisigen Welt im Dachsteingletscher noch deutlich steigert.

Die Hängebrücke und die „Treppe ins Nichts“ am Dachstein-Massiv

Ein paar Daten zur im Juli 2013 fertiggestellten Konstruktion: Die Dachstein Hängebrücke bringt 63 Tonnen auf die Waage, hängt an 58 Millimeter dicken Stahlseilen und besteht aus 30.000 Einzelteilen, die in luftiger Höhe zusammengesetzt wurden. Und sie ist sicher: Wind mit Spitzengeschwindigkeiten von 250 km/h hält sie stand und Belastungen von bis zu 750 Kilogramm pro Quadratmeter sind möglich. Und für die Sicherheit all jener, die die 14 Stufen auf der Treppe in Richtung „Nichts“ gehen wollen sorgen ein 1,3 Meter hohes Geländer.

Harmonisch an das Massiv angepasst: Die Hängebrücke und die „Treppe ins Nichts“

Infos: http://www.schladming-dachstein.at , http://www.derdachstein.at

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