Die Dolomitenregion Kronplatz in Südtirol ist zu jeder Jahreszeit Ort für außergewöhnliche und unvergessliche Urlaubserlebnisse

Der Gipfel des Kronplatz mit der Friedensglocke Concordia. Foto: Wisthaler.com

Er ist 2275 Meter hoch und so manche Sage rankt sich um ihn. Eine davon: Prinzessin Dolasilla wurde auf dem Kronplatz – im Latinischen auch „Plan de Corones“ genannt – zur Kriegerin gekrönt. Dolasilla, so weiß die Südtiroler Fanes-Sage, war im Reich der Fanes die unverwundbare Prinzessin. Dieser Ort auf dem flachen, durch Bergbahnen zu allen Jahreszeiten bequem erreichbaren Gipfel genießen Besucher ein außergewöhnliches Bergpanorama. Und das ist im wahrsten Sinne des Wortes „unverbaubar“ und bietet die 360° Rundumblick von der Dolomitengruppe und über weite Teile des Alpenhauptkamms. Bester Aussichtsplatz ist da die Aussichtsplattform an der Concordia-Glocke, die zu den besonderen Attraktionen auf dem Kronplatz zählt.

Ein paar Infos zur gewaltigen Glocke gefällig: 2003 wurde Concordia anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Skigebiets eingeweiht, gegossen wurde sie in Salzburg nach den Entwürfen des Grödener Künstlers Paul de Doss-Moroder. Die 3,11 Meter hohe Glocke (Durchmesser 3 Meter) wiegt 18,1 Tonnen und ist jeden Tag zu hören: Pünktlich um 12 Uhr trifft der 500 Kilogramm schwere Köppel zum ersten Mal auf die Glocke. Zwei weitere Gründe würden Concordia zum Klingen bringen: Sie soll geläutet werden, wenn weltweit die Todesstrafe abgeschafft oder ein Krieg beendet wird. So wird es wohl auf lange Sicht so bleiben, dass die auch „Friedensglocke“ genannte Concordia nur pünktlich um 12 Uhr weit hinaus in die Bergwelt Südtirols zu hören sein wird. Über Frieden kann man nur in der Inschrift: „Donet deus populis pacen“ lesen: „Gott schenke des Völkern Frieden“, lautet die Übersetzung.

Eine außergewöhnlich, abwechslungsreiche Landschaft erwartet die Besucher in der Dolomitenregion Kronplatz. Foto: Tamcke

Der Kronplatz gab übrigens der ganzen Region seinen Namen: Die Feriengebiete Bruneck und Umgebung, Olang, Kiens, das Antholzertal und San Vigilio – San Martin haben sich unter dem Markenzeichen mit den Kronplatzhahn zur Dolomitenregion Kronplatz zusammengeschlossen und vereinen historische Kleinstädte, gewachsene Dörfer, alpine Täler und ladinisch geprägte Orte miteinander. Die drei unteren Zacken des Kronplatz-Hahns stehen dabei für die drei Talstationen der Bergbahnen in Reischbach, St. Vigil und Olang, die auch Hahnenkrone genannten oberen drei Zacken sollen an die Krönung von Prinzessin Dolasilla erinnern.

Bruneck bietet viel Sehenswertes in der Dolomitenregion Kronplatz. Foto: Tamcke

Womit eine weitere Besonderheit zum Thema wird: Drei Sprachen in drei Kulturräumen sind im Brauchtum und in der Architektur der Region anzutreffen: Ladinisch geprägt ist die Region um St. Vigil und St. Martin, dort wird die uralte Sprache noch heute lebendig gehalten. Deutsch und Italienisch sind die beiden anderen Sprachen, die den einzigartigen Kulturraum prägen.

Winter der Dolomitenregion Kronplatz: Während Skifahrer die Pisten auf dem Kronplatz nutzen, können Winterwanderer traumhafte Wege wie hier im Ahrntal nutzen. Foto: Tamcke

Aller guten Dinge sind drei? Nicht in der Dolomitenregion Kronplatz, dort sind aller guten Dinge vier: Nämlich die vier Jahreszeiten, in denen man in der Region viel erleben kann: Anders als in vielen anderen Feriengebieten im Alpenraum ist Kronplatz eine Ganzjahresregion, bei denen die Aktivitäten im Frühling mit Wander- und Mountainbike-Touren beginnen, wo im Sommer die Berge, Almen und Naturparks die Besucher zu ausgedehnten Wanderungen oder kurze Trips locken und wo im Herbst die vielen Märkte warten, auf denen man außergewöhnliche Köstlichkeiten aus der Region genießen kann. Und – wie sollte es anders sein – im Winter verwandelt sich der Kronplatz in ein Skigebiet, in dem wirklich alle Wintersportbegeisterten auf ihre Kosten kommen.

125 Pistenkilometer aller Schwierigkeitsgrade warten auf Skifahrer aller Altersgruppen. Foto Wisthaler.com

Ein paar Zahlen für den Winter in der Dolomitenregion Kronplatz: 125 Pistenkilometer werden bestens präpariert, 32 Aufstiegsanlangen machen den Weg nach oben leicht, nach unten geht es dann auf Pisten aller Schwierigkeitsgrade, darunter die „Black five“, jene fünf Pisten, die es besonders in sich haben. Alle Pisten werden natürlich beschneit und bieten so eine verlässliche Wintersaison zwischen November und dem Frühjahr. Wovon natürlich auch Skilangläufer mit 160 Loipen profitieren. Winterwanderer und Schneeschuhgeher kommen abseits der Pisten auf ruhigen Wegen auch weit abseits der Skigebiete auf ihre Kosten und finden dort das alpine Naturerlebnis.

Da aber ja der Winter zwar eine wichtige, nicht aber die einzige Rolle spielt, ein paar weitere Daten: Auf Wanderer warten insbesondere im Frühjahr, Sommer und Herbst über 1000 Kilometer Wanderwege, Bike- und Radfans können mit Mountainbike, E-Bike, Gravelbike und Rennrad  auf etwa 1000 Kilometer Bike- und Radtouren begeben. Für Mountainbiker gibt es im Bikepark zudem 18 Trails unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Den erreichen sie übrigens bequem: Die Bergbahnen sorgen für den komfortablen Transport nach oben.

Abwärts geht’s übrigens auch für die Kids auf eine tolle Art: In der Kinderwelt Olang wartet auf sie die 56 Meter lange Riesenrutsche. Weitere Attraktionen dort sind der Waldspielplatz, der Baumhausweg, Wasserbereiche und Kletterelemente, die Bewegung und Natur auf tolle Art verbinden.

Natur pur gibt es in der gesamten Dolomitenregion Kronplatz. Foto: Tamcke

Womit eine für die Dolomitenregion Kronplatz weitere Attraktion angesprochen wird: Drei Naturparks können zu allen vier Jahreszeiten erkundet werden. Und das auf bequemen Wegen auf familienfreundlichen Almwanderungen, ausgedehnten Bergtouren sowie anspruchsvollen Höhenwegen. Die Natur führte übrigens zu einer besonderen Auszeichnung: Die Dolomiten sind seit 2009 UNESCO Weltnaturerbe und damit gehören die zur Kronplatz-Region zählenden Naturparks Fanes, Sennes und Prags zum international geschützten Naturraum.

Das Schloss Bruneck: Reinhold Messmer hat dort das MMM Ripa eingerichtet. Foto: Tamcke

Die Natur spielt auch an anderer Stelle eine Rolle: In den MMM Ripa im Schloss Bruneck und Corones auf dem Kronplatz bietet Reinhold Messner Blicke in Lebensweisen, Religion, Traditionen und den Alltag von Menschen in unterschiedlichen Bergregionen. Das Besondere: Messner hat mit dem MMM Corones ein von Zaha Hadid entworfenes architektonisches Highlight in den Kronplatz-Gipfel gebaut. Thema ist dort der traditionelle Alpinismus. Ein weiteres Highlight auf dem Gipfel: Im LUMEN – entworfen vom Südtiroler Architekten Gerhard Mahlknecht – wird die Geschichte und Gegenwart der Bergfotografie behandelt.

Das MMMCorones wurde in den Gipfel des Kronplatz integriert. Foto: Tamcke

In den Städten und Dörfern der einzigartigen Region warten natürlich viele weitere Attraktion, darunter das Museum in Ladin, in der die ladinische Kultur wachgehalten wird, oder das Museum in Dietenheim, das sich der Südtiroler Volkskunde widmet.

Natur, Sport, Geschichte und Kultur macht ja bekanntlich auch hungrig: Am Kronplatz bieten über 40 Hütten und Restaurant einen Mix aus Südtiroler Klassikern, Ladinischen Gerichten, italienischer Küche und moderner alpiner Gastronomie.

Traditionelle Märkte gibt es in allen Orten der Region. Foto: Tamcke

Und wenn das Thema Genuss angesprochen wird, darf das Atelier Moessmer Norbert Niederkofler nicht unerwähnt bleiben: Norbert Niederkofler betreibt in der ehemaligen Wollweberei Moessmer in Bruneck eines der höchstdekorierten Restaurants Italiens. Ausgezeichnet ist das Restaurant mit drei Michelin-Sternen und einem Grünen Michelin-Stern. Das von ihm erdachte Konzept „Cook the Mountain“ stellt regionale Produkte und alpine Lebensmittelkreisläufe in den Mittelpunkt.

Es gäbe noch viel Wissenswertes und Interessantes über die Dolomitenregion Kronplatz zu berichten, das aber würde zu weit führen. Daher ein Tipp: Wer die Dolomitenregion selbst erkunden möchte, kann mit Skyalps direkt von Hamburg nach Bozen fliegen, von dort gelangt man schnell nach Bruneck. Die Stadt ist auch mit der Bahn gut zu erreichen, mit dem Auto geht’s am besten über den Brenner.

Und für alle, die noch mehr wissen möchten über die Dolomitenregion Kronplatz: Unter www.kronplatz.com gibt es viele weiteren Informationen.

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